Motorboote und Umwelt:
Mit Vernunft ist beides vereinbar





Die Fragestellung

Auf den kristallklaren Seen Schwedens, Norwegens und Finnlands gehören Motorboote zum Alltag. Kann man Motorboote und Umwelt auf dem ostdeutschen Neuseenland in Einklang bringen? Steht der Wunsch Einzelner nach Verbrennungsmotoren am Boot der Förderung des sanften Tourismus diametral gegenüber? Kann man den Wunsch Einzelner zu Lasten der Mehrheit tolerieren? Was ist der Unterschied zwischen Motorboot und Boot mit Motor? Machen Motorboote unser Wasser kaputt?



Das Vorwort

Immer mehr Menschen suchen Erholung auf dem Wasser. Wasser ist Leben. In der Nähe des Wassers regeneriert sich unser Körper und unsere Seele. Mit Freude stellen wir fest, dass Flüsse und Seen in Deutschland in den letzten Jahren wieder an Qualität gewonnen haben. Es ist ein glücklicher Umstand, dass mit dem Entstehen zahlreicher künstlicher Seen, speziell in den früheren ostdeutschen Braunkohlengebieten, neue Möglichkeiten der Erholung am Wasser geschaffen wurden. Auch die Möglichkeit der Erholung auf dem Wasser gehört dazu. Die Gebiete, wo unsere Erholung in einer naturbelassenen Umwelt möglich ist, stellen ein kostbares Gut dar, das es zu beschützen, zu bewahren und auszubauen gilt. Reststoffe mit industriellem, kommunalem oder privatem Ursprung gilt es, von Boden, Luft und Wasser fernzuhalten. Zu den umweltrelevanten Emissionen gehören prinzipiell auch die Geräusche, die wir in Form von Lärm wahrnehmen, wenn sie ein bestimmtes Maß übersteigen

Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass die Erholung Suchenden an den neuen Seen aktiv dafür eintreten, alles zu vermeiden, was die kostbaren Schutzgüter beeinträchtigt. Wie unsere natürliche Umwelt generell, so ist auch die natürliche Umwelt an den neuen Seen-Landschaften durch die Aktivitäten des Menschen auf vielfältige Art und Weise bedroht.

Als Gewässer-Feind Nummer eins werden die Motorbootfahrer angesehen. Sie verseuchen die Gewässer mit Benzin, Dieselöl und Schmierstoffen sowie allerlei Abfällen und Giften. Sie durchpflügen die Gewässer mit Krawall und Wellenschlag. Sie vertreiben tierisches und planzliches Leben im Wasser. Sie sind dafür verantwortlich, dass die neuen Seen in kurzer Zeit kippen und sich zur Kloake verwandeln.

Es ist gut zu wissen, dass es Bürgerinnen und Bürger gibt, die mit ihrem Engagement dafür eintreten, dass die neu erstandene Idylle an den neuen Seen nachhaltig die Funktion eines Erholungsgebietes erfüllen kann. Es ist gut, dass sie sich dafür einsetzen, dass die Wasserqualität nicht unter Schadstoffeinträgen von Motorbooten leidet, dass der Lärm, der von solchen Booten ausgeht, nicht den Erholungswert mindert, und dass die allgemeine Sicherheit am See nicht durch den Bootsverkehr beeinträchtigt wird.

Das Boot mit einem leisen Innenbordmotor ruht friedlich im Wasser Ich selbst gehöre zu den Erholung Suchenden am Wasser. Als Ausgleich zur beruflichen Beanpruchung schätze ich die Ruhe auf dem Wasser. Ich arbeite als Ingenieur für Anlagensicherheit in einem Betrieb der chemischen Industrie. Dort habe ich unter anderem die Risiken zu bewerten, welche die industrielle Tätigkeit für die Umwelt bedeutet. Diese Tätigkeit hat meine Sichtweise auf den Umweltschutz geschärft. In meiner Freizeit fahre ich gern mit dem Boot aufs Wasser, um mich dort zu erholen, zu sonnen und Bücher zu lesen. Am Boot habe ich einen Viertakt-Benzin-Motor mit 20 PS. Ich bin überzeugt, dass ich nicht zum oben genannten Klischee der Motorbootfahrer gehöre. Ich bin gegen Vorurteile und denke, durch ausgewogene Regelungen der zugelassenen Bootsantriebe und durch sinnvolle Beschränkungen lässt sich Umweltschutz auf dem Wasser trotz Verbrennungsmotoren realisieren. Deshalb will ich weiter unten Einiges zur Funktionsweise der Motoren ausführen. Ohne solche technischen Hintergrundinformationen ist es sachlich ungerechtfertigt, die Motorboote generell zu verteufeln.

Da ich weiß, dass den Motorbooten von manchen Bürgern ein prinzipieller und unüberbrückbarer Hass entgegengebracht wird, möchte ich voranstellen: Ich akzeptiere, wenn auf Seen aus Umweltgründen nur Elektroantriebe zugelassen werden. Bitte sehen Sie deshalb von bösen E-Mails an mich ab. Ich bin da nicht der richtige Ansprechpartner. Ich betone: Ich werde auch mein Boot auf Elektroantrieb umrüsten, wenn das auf „meinem See“, dem Geiseltalsee, vorgeschrieben werden sollte. Ich hoffe jedoch, das dies nicht erforderlich wird, denn es gibt zahlreiche Aspekte, welche dafür sprechen, dass Verbrennungsmotoren auch unter Umweltaspekten tolerierbar sind.

Ich möchte auf dieser Internetseite technische Aspekte und andere Informationen zusammenstellen, welche die generelle Forderung zum Verbot von Verbrennungsmotoren relativieren. Auch will ich ausdrücklich betonen, dass nicht auf allen Seen Motorboote zugelassen werden können. Verbrennungsmotoren sollte es nur auf den wirklich großen Seen geben. Und was man unbedingt sehen muss: Motorboot ist nicht gleich Motorboot, und Bootssportler ist nicht gleich Bootssportler. Es gibt solche und solche.

Mir liegt es auch fern, Umweltrisiken zu verharmlosen oder zu verniedlichen. Es gibt reale Gefährdungen. Diese liegen jedoch gar nicht dort, wo man sie vermutet. Zum Beispiel denkt keiner daran, dass ein Motorbootfahrer den geöffneten Benzinkanister über Bord fallen lassen könnte. Aus einer solchen Unachtsamkeit resultiert daraus eine reale Beeinträchtigung der Wasserqualität. Zum Glück ist die Eintrittswahrscheinlichkeit eines solchen Falles gering, und der Schaden ist reversibel. Jedoch ist er viel größer als wenn einhundert Boote mit langsam tuckerndem Motor gleichzeitig durch das Wasser ziehen.

Wie nachstehend gezeigt wird, resultieren die wirklichen Gefahren für die Umwelt nicht aus der Art des Bootsantriebes, sondern aus den mitgeführten Hilfsstoffen, aus der Art des bewuchshemmenden Unterwasseranstriches und dem unvernünftigen Umgang mit Abfällen und Fäkalien. Diese Aspekte haben mit Verbrennungsmotoren nichts zu tun, sondern betreffen Segel- und Elektroboote in gleichem Maße. Nachstehend finden Sie eine Erörterung dieser Aspekte aus Sicht von Technik und Umweltschutz.

Als Techniker und Umweltfreund sage ich:
Ein Boot mit einem kleinen Verbrennungsmotor und einem vernünftigen Fahrer schaden den neuen Seen in keiner Weise.



Der Motortyp

Propeller eines modernen Elektromotors Es gibt grundlegende Unterschiede zwischen den Motortypen hinsichtlich der technischen Funktion. Man unterscheidet

Übrigens: Der Begriff „Sportboot“ besagt nicht, dass man mit dem Boot sportliche Wettrennnen fahren will. Der Begriff „Sportboot“ wird in den verschiedenen Gesetzesquellen (EWG-Richtlinie Landes-Verordnungen) völlig unterschiedlich definiert.

Nach der EWG-Sportbootrichtlinie 94/25/EWG für das Inverkehrbringen von Sportbooten gilt (Zitat sinngemäß):

„Sportboote sind, unabhängig von der Antriebsart, sämtliche Boote mit einer ... Rumpflänge von 2500 bis 24000 mm, die für Sport- und Freizeitzwecke bestimmt sind. Boote, die gleichzeitig auch für Charter- oder Schulungszwecke verwendet werden können, fallen ebenfalls in den Anwendungsbereich dieser Richtlinie, sofern sie für Sport- oder Freizeitzwecke inverkehrgebracht werden, mit Ausnahme von Rennruderbooten und Trainingsruderbooten, Kanus und Kajaks, Gondeln, Tretbooten, Windsurfbrettern, Tauch- und Luftkissenfahrzeugen, Tragflügelbooten ...“ und einigen anderen. Interessanterweise zählen die Boote für wirklich sportliche Zwecke nicht zu den Sportbooten. Das ist völlig unverständlich, berührt aber unsere Materie nur am Rande.



Die Kraftstoffart

Als Kraftstoff für Verbrennungsmotoren kommen prinzipiell in Frage: Dieselöl, Ottokraftstoff, Flüssiggas (Propan/Butan bzw. „LPG“-Liquified Pressure Gas). Flüssiggas und Ottokraftstoff verbrennen im Motor zu wasserunschädlichen Gasen. Dieselkraftstoff ist ein öliges Kohlenwasserstoffgemisch, dessen Moleküle größer sind als die vom Flüssiggas oder Ottokraftstoff. Deshalb enthalten die Verbrennungsgase des Dieselkraftstoffs u.a. Ruß (in Form von Feinstaubpartikeln). Zudem finden Dieselmotoren tendenziell in größeren Sportbooten Verwendung. Obwohl sie vom Geräusch her sehr ruhig laufen, sind sie für das ostdeutsche Neuseenland problematisch.

Als Techniker und Umweltfreund sage ich:
Für die ostdeutschen neuen Seen kommen als Bootsmotoren nur Elektromotoren oder Gas- oder Ottomotoren in Frage.



Die Rumpfbauform

Typisches Verdrängerboot für langsame Geschwindigkeiten. Dieses Boot kann aufgrund der Rumpfbauform nicht ins Gleiten kommen. Für die Verdränger-Fahrt reichen Motoren zwischen 5 und 10 PS völlig aus. Die Verdränger-Boote sind langsamfahrende Boote, die sich gewissermaßen durch das Wasser schieben. Für die langsame Fahrt eines typischen Sportbootes ist eine Motor-Antriebsleistung von 5 bis 10 PS ausreichend. Segelboote haben in der Regel eine Rumpfbauform, mit der sie sich durch das Wasser bewegen, ohne in die sogenannte „Gleitfahrt“ zu kommen. Es gibt physikalische Zusammenhänge, aus denen sich ergibt, dass ein kurzes Boot bereits bei niedrigen Geschwindigkeiten ins Gleiten kommt (z.B. die kleinen Modellboote bereits bei 1-2 km/h). Je länger ein Boot ist, desto geringer ist die Tendenz, in Gleitfahrt kommen zu können (z.B. sind Fahrgastschiffe so lang, dass sie nicht in Gleitfahrt kommen können – zusätzlich spielt hier das Gewicht eine Rolle).

Die Gleitboote haben einen speziell geformten Rumpf, der meist daran zu erkennen ist, dass er hinten breit und flach ist. Mit Motorleistungen ab 40 PS können solche Boote ins Gleiten kommen. Dann hebt sich das Boot aus dem Wasser, verbunden mit höheren Geschwindigkeiten und höherem Geräuschpegel. Beim Übergang von der Verdrängerfahrt zur Gleitfahrt gibt es einen hohen Wellenschlag, der während der reinen Gleitfahrt wieder zurückgeht. Bei den üblichen Sportbooten mit Gleitrumpf reichen 20 PS nicht aus, um sie ins Gleiten zu bringen. Dann bewegen die sich wie ein Verdränger-Boot durchs Wasser.

In schneller Gleitfahrt gibt es Umweltbeeinträchtigungen durch Lärm, Wellenschlag sowie Störungen des Landschaftsfriedens durch die rasante Optik. Das trifft in besonderem Maße auf die Jetski-Boote zu.

Als Techniker und Umweltfreund sage ich: Gleitboote dürfen sich im ostdeutschen Neuseenland nur in Verdrängerfahrt bewegen.

Die Tragflügelboote verfügen über Unterwasser-Tragflächen, welche die Boote bei zunehmender Geschwindigkeit aus dem Wasser heben. Nachdem der Rumpf keine Wasserberührung mehr hat, kann die Geschwindigkeit wegen des fehlenden Wasserwiderstandes sehr weit gesteigert werden.

Die Luftkissenboote verfügen über einen flachen Rumpf, unter den mittels riesiger Gebläse Luft geblasen wird, damit sie ohne Wasserkontakt über der Oberfläche schweben. Der Vortrieb erfolgt mithilfe von Propellern.

Als Techniker und Umweltfreund sage ich:
Die beiden letztgenannten Bootstypen beeinträchtigen die Umwelt insbesondere durch den erheblichen Lärm. Gleitboote dürfen sich im ostdeutschen Neuseenland nur in Verdrängerfahrt bewegen.



Die Bootsgröße

Sportboote gibt es in den üblichen Längen von ca. 4 Metern bis ca. 14 Metern. Alles was noch größer ist, geht dann schon in Richtung Yacht mit Dauer-Wohncharakter. Die meisten Sportboote bestehen aus glasfaserverstärktem Polyesterharz. Sehr große Sportboote haben einen Rumpf aus Stahl.

Als Besucher einer Bootsmesse, z.B. in Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Friedrichshafen, aber auch in Leipzig oder Magdeburg, bekommt man alle denkbaren Bootsgrößen zu Gesicht. Auch als Gast an der mecklenburgisch-brandenburgischen Seenplatte staunt man nicht schlecht über die Größe mancher Sportboote, die eigentlich schon ausgewachsene Schiffe sind. In diesem Urlaubsgebiet, aber auch an den traditionell gewachsenen Sportboot-Standorten an Rhein, Elbe oder Mosel spielt der Charter-Tourismus und damit die Zulassung extrem großer Sportboote eine große wirtschaftliche Rolle. Ob eine Forcierung dieses Geschäfts im ostdeutschen Neuseenland sinnvoll ist, sollen die Tourismus-Behörden entscheiden.

Der Schwerpunkt der Motorbootinteressenten in der mitteldeutschen Braunkohlenregion liegt bei den Bootsgrößen um die 5 bis 8 Meter. Mit diesen Motorbooten kann man mit wenig Motorleistung und ausreichender Geschwindigkeit vorankommen, um Wellen, Wind und Wasser zu genießen.

Als Techniker und Umweltfreund sage ich:
Im ostdeutschen Neuseenland sollte die zulässige Bootslänge und dazu gehörig die maximal zulässige Antriebsleistung behördlich beschränkt werden.



Die Lage des Motors und die Art der Wellendurchführung

Die Außenbordmotoren sind an der hinteren Bordwand angeklammert. Sie tauchen mit ihren Baugruppen Getriebe, Propeller und Auspuff ins Wasser. Bei ihnen wird Seewasser zur Kühlung durch die Motor-Umwandung gefördert.

Die Innenbordmotoren gibt es bei größeren Booten. Sie befinden sich schallisoliert unter Deck. Der Propeller sitzt dann am Heck außerhalb des Bootes an einem schwenkbaren Getriebe („Z-Antrieb“) oder an einer kleinen Flosse in der Mitte unter dem Boot („Saildrive“). Bei Innenbordmotoren mit starrem Wellenantrieb sitzt der Propeller am Ende einer langen Welle, die hinten aus dem Boot herausreicht.

Als Techniker und Umweltfreund sage ich:
Boote mit starren Wellen sind problematisch. Die Wellendichtung mit Staufferfett kann Öl ins Wasser freisetzen. Diese Wellen findet man meist bei schweren Booten mit Dieselmotoren.



Der Schadstoffeintrag

Leuchtturm im Hafendorf Rheinsberg mit Ferienhäusern und Marina - touristisches Zentrum für alle Wassersportler Ich weiß, dass es schlimm klingt: Die Auspuffgase der Verbrennungsmotoren werden direkt ins Wasser gepustet. Warum tut man das? Selbst die Motoren der Boote auf den silberklaren Seen Schwedens, Finnlands, Norwegens und Kanadas pusten die Abgase unter Wasser. Wie sehr leidet darunter die Wasserqualität?

Es gibt dafür einen klaren Grund: Die Abgase der heutigen modernen Motoren enthalten keine Stoffe, die Wasserschadstoffe sind. In den heutigen Kraftstoffen befindet sich kein Blei mehr. Früher wurde dem Kraftstoff eine bleihaltige Substanz als Antiklopfmittel zugesetzt. Zudem sind alle Abgas-Bestandteile im Wasser unlöslich.

Die Kraftstoffe, egal welcher Art sie sind, bestehen aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoffen. Alle Moleküle im Dieselöl, Benzin oder Flüssiggas lassen sich durch die chemische Formel CnHmOp charakterisieren. Sie bestehen aus den chemischen Stoffen C, H und O, also aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Diese Substanzen werden durch den Verbrennungsvorgang im Motor oxidiert (und zwar mit dem Sauerstoff der Luft) zu CO2 (Kohlendioxid) und H2O (Wasserdampf) sowie einem minimalen Anteil CO (Kohlenmonoxid). Selbst das Benzol, das in Spuren im Ottokraftstoff enthalten ist, wandelt sich im Motor 100%ig zu diesen Stoffen um. Beide Substanzen blubbern an der Nabe des Propellers aus dem Wasser heraus. Ganz geringe Teile des Wasserdampfes kondensieren an den Blasen-Oberflächen. Die gasförmigen Verbrennungsprodukte sind praktisch unlöslich im Wasser. Um sie im Wasser zu lösen, müsste das Abgas entweder mit hohem Druck und kalten Temperaturen zu feinsten Mikroblasen verdüst werden, oder aber die Abgas-Blasen müssten einige Wochen unter Wasser aufbewahrt werden. Kohlendioxid ist als Treibhausgas im Verruf. Jedoch: Nutzt man einen Elektromotor für das Boot und lädt die Akkus am Stromnetz auf, entsteht das Kohlendioxid nur woanders, nämlich nicht im Bootsmotor, sondern im Kraftwerk.

Welche anderen Schadstoffe trägt der Bootsmotor nun wirklich ins Wasser ein? Wenn es sich um einen Viertakt-Ottomotor oder einen Viertakt-Flüssiggasmotor handelt - keine. Wenn es sich um einen Zweitakt-Ottomotor handelt - Schmierölreste und unverbranntes Kraftstoff-Luftgemisch. Deshalb sind die Zweitaktmotoren auf den neuen Braunkohlenseen Ostdeutschlands in der Regel verboten. Der schlechte Ruf, den die Motorboote heute haben, ist auf diese Eigenschaften der alten Zweitaktmotoren zurückzuführen. Zudem sind sie wesentlich lauter als ihre Viertakt-Kollegen.

Was das ganz Schlimme ist bei Zweitaktmotoren: Bei jedem Kolbenhub (also ca. 50 mal pro Sekunde) werden die Verbrennungsgase durch neues Benzin-Luft-Gemisch über den Auspuff unter Wasser nach draußen gespült. Das neue Gemisch verdrängt dabei die Abgase 50 mal pro Sekunde aus dem Zylinderraum, wobei ein Teil des frischen Gemischs zusammen mit den Abgasen unter Wasser gelangt. Grund: Beim Ausschieben der Verbrennungsgase mischt sich dieser Teil des frischen Benzin-Luft-Gemischs mit den Abgasen.

Die Abgase selbst sind dabei nicht das eigentliche Umweltproblem. Sie bestehen wie bei den Viertakt-Motoren aus den chemisch neutralen Stoffen Kohlendioxid und Wasserdampf, sowie einem geringen Anteil Kohlenmonoxid. Das eigentliche Umweltproblem bei den alten Zweitaktmotoren ist der Anteil unverbrannten Benzins, der ins Wasser gelangt. Da die damaligen Zweitaktmotoren zu allem Übel auch noch mit der sogenannten „Gemisch-Schmierung“ arbeiteten, gelangte zusammen mit dem unverbrannten Benzin auch noch unverbranntes Öl und Blei (als Anti-Klopfmittel) gemeinsam mit den Auspuffgasen ins Wasser. Benzin und Öl kondensierten an den Rändern der Gasblasen im kühlenden Wasser. So kann sich, insbesondere bei kaltem Motor, hinter dem Motorboot eine Öl-Lache bilden.

Bei den Viertakt-Ottomotoren gibt es diese Art des Schadstoffeintrages nicht, da sie das Benzin-Luft-Gemisch bei jedem Kolbenhub vollständig verbrennen, weil sie nicht mit dieser zyklischen Abgas-Spülung arbeiten. Stattdessen wird die Kraftstoffzufuhr pro Arbeitstakt über Ventile gesteuert, und die Schmierung der Zylinder-Laufflächen erfolgt durch eine Druckölpumpe. Dieses Öl wird im Kreislauf gefördert und verbleibt im Motor, so wie wir es vom modernen Kraftfahrzeug her kennen. Durch die völlig andere Arbeitsweise haben diese Motoren zudem einen viel höheren Wirkungsgrad als Zweitaktmotoren, einen geringeren Kraftstoffverbrauch, weniger CO2-Emissionen und klingen wesentlich ruhiger, so wie ein Golf leiser als ein Trabbi klingt, und Blei ist in den heutigen Kraftstoffen nicht mehr enthalten.

Moderne Viertaktmotoren arbeiten heute mit kontaktlosen elektronischen Zündungssystemen, die den Zündzeitpunkt variabel steuern. Das erhöht die Effektivität des Motors, senkt den Kraftstoffverbrauch, optimiert die Zusammensetzung der Verbrennungsgase und vermindert die Emissionen.

Oft ist zu hören, dass Motorboote zum „Kippen von Gewässern“ führen können, und in diesem Zusammenhang ist meist die Rede vom Bodensee in den siebziger Jahren. Die Ursachen der schlechten Wasserqualität des Bodensees in dieser Zeit bestanden jedoch im Einleiten unzureichend geklärter kommunaler und industrieller Abwässer sowie der Einspülung landwirtschaftlicher Düngemittel. So wurden Nitrate und Phosphate zugeführt, die zur übermäßigen Nährstoff-Anreicherung führten. Die aus diesem Grunde wuchernde organische Biomasse verbrauchte den Sauerstoff im See und konnte nicht mehr durch aerobe Bakterien abgebaut werden. Daraus resultierte ein permanenter Sauerstoffmangel, und es entstand eine Art von Faulschlamm. Dieser Vorgang hatte mit den Motorbooten nichts zu tun. Dennoch wurden bei der jahrelangen Sanierung des Sees als begleitende Maßnahme Motorboote mit Zweitaktmotoren untersagt, und noch heute sind dort nur Viertaktmotoren erlaubt. Der See hat trotz Motorbooten heute wieder Trinkwasserqualität. Zweitaktmotoren für Boote werden generell kaum noch hergestellt. Allerdings gestattet man auf einigen Gewässern auch heute noch Zweitaktmotoren.

Im Senftenberger Braunkohlenrevier gibt es langjährige Erfahrungen mit Booten mit Verbrennungsmotor. Solche Motoren sind z.B. zugelassen auf dem

Dies sind allesamt ökologisch junge Gewässer. Eine Störung des ökologischen Gleichgewichts oder der Wasserqualität durch den Bootssport konnte nicht beobachtet werden.

Als Techniker und Umweltfreund sage ich ganz deutlich:
Wenn auf den jungen ostdeutschen Seen Verbrennungsmotoren zugelassen werden, dann in jedem Fall nur Viertakter.



Lärm

Jetski-Boote können aufgrund ihrer hohen Geräuschentwicklung auf den meisten Binnenseen nicht zugelassen werden Wenn Geräusche ein bestimmtes Maß überschreiten, werden sie als störend empfunden und als „Lärm“ bezeichnet. Bootsmotoren erzeugen Geräusche. Zweitaktmotoren sind generell lauter und klingen in einem höheren Frequenzbereich, der einfach nervig ist. Wenn Viertaktmotoren nicht mit Maximaldrehzahl laufen, sondern mit einem Viertel bis Drittel davon, hört man von ihnen nur ein sanftes Brummen. Auch wenn es die Skeptiker nicht glauben: Steigt man auf die Spitze eines solchermaßen gemütlich dahintreibenden Motorbootes, hört man dann das Strömungs-Plätschern des Rumpfes lauter als das Brummen des Motors. Übrigens: Unter dem Gesichtspunkt des Lärms ist es ist besser, an das Boot einen 15 PS-Motor anzubauen und den mit Drittel-Drehzahl laufen zu lassen, als einen 5 PS-Motor, und den dann mit Maximaldrehzahl zu betreiben.

Nicht die PS-Zahl entscheidet über den Lärm, sondern die Drehzahl. Ideal unter Umwelt-Gesichtspunkten also: Lieber den etwas größeren Motor, und dann vernünftig fahren. 5 PS reichen meist für langsame Verdränger-Fahrt, aber die tuckernden 15 PS hören sich besser an. Diesen Aspekt muss man sehen, wenn die Behörden z.B. 20 PS genehmigen statt die eigentlich ausreichenden 5-6 PS. Für die Mathematiker: Der Lärm erhöht sich mit der Drehzahl nicht nur linear, sondern exponentiell.

Die großen schweren Boote werden in der Regel durch langsam laufende Dieselmotoren angetrieben. Deren Geräuschentwicklung ist extrem gering. Zudem liegen die emittierten Geräusche in einem tiefen Frequenzbereich, der nur in unmittelbarer Nähe hörbar ist, und zwar als blubberndes Grummeln.

Übrigens sind auch Elektromotoren nicht geräuschlos. Insbesondere die modernsten unter ihnen, nämlich jene mit thyristorgesteuerter Drehzahlregelung, fallen durch jaulende Geräusche in einem unangenehmen Frequenzbereich auf.

Als Techniker und Umweltfreund sage ich:
Mit vernünftigen Motorgrößen und disziplinierter strenger Einhaltung der behördlichen Geschwindigkeitsbegrenzung sowie einem ordentlichen Fahrstil lässt sich vermeiden, dass andere Erholung Suchende oder die Tierwelt akustisch beeinträchtigt werden. Die Geräusche der Bootsmotoren sind zwar nicht gleich Null, jedoch sind sie dann für niemenden störend.



Geschwindigkeit und Wellenschlag

Sportboot von 8,60 Meter Länge. Mit dem voll verkleideten, also quasi innenliegenden Außenbordmotor fährt es fast völlig geräuschlos. Aufgrund des strömungstechnisch optimalen Rumpfes erreicht es bereits mit einem 6-PS-Motor völlig ohne Wellenschlag die Geschwindigkeit eines Fahrradfahrers. In Verdrängerfahrt, also ohne aus dem Wasser herauszuheben, kann ein normales Sportboot mit ca. 8 Meter Länge nicht mehr als ca. 10 km/h fahren. Dahinter stehen bestimmte strömungsphysikalische Grundlagen, auf die hier nicht näher eingegangen werden soll. Will man ein solches Boot schneller machen, benötigt man eine Antriebsleistung von mindestens 40 PS. Nur wenn der Rumpf dafür ausgelegt ist, also hinten sehr flach, beginnt das Boot, sich aus dem Wasser zu heben. Ehe es ins Gleiten kommt, gibt es einen Übergangs-Geschwindigkeitsbereich, wo es eine riesige Welle erzeugt und extrem viel Kraftstoff verbraucht. Diesen Geschwindigkeitsbereich wird jeder vernünftige Bootssportler schon im eigenen Interesse vermeiden.

Danach, wenn das Boot ins Gleiten gekommen ist, fliegt es quasi übers Wasser. Dazu gehören Geschwindigkeiten von über 25 km/h. Das Boot zieht dann eine gleichmäßige charakteristische Heckwellenform hinter sich her. Diese Geschwindigkeiten sind typischerweise nur auf den Flüssen und einigen wenigen Seen zugelassen. Auf der Mehrzahl der mecklenburgisch-brandenburgen Seen beispielsweise sind maximal 12 km/h erlaubt. Auf dem Geiseltalsee sind es nur 10 km/h. Bei 10 km/h geht rein von der Physik her mit den normalen (4 bis 8 Meter langen) Sportbooten nur die langsame Verdrängerfahrt.
Also, die umweltschädigende, weil Lärm- und wellenintensive Gleitfahrt setzt höhere Geschwindigkeiten voraus, und diese sind nur mit PS-Zahlen ab 40 PS möglich. Oder anders: Mit einer behördlich festgelegten PS-Beschränkung wird ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Wenn zusätzlich noch die Maximalgeschwindigkeit behördlich begrenzt wird, wird in doppeltem Maße die Umwelt vor Lärm und Wellenschlag geschützt.

In puncto Wellenschlag muss man allerdings folgendes im Auge haben: Wasser und Wellen gehören von vornherein in der natürlichen Umwelt zusammen. Wellen entstehen im Regelfall auf völlig natürliche Art und Weise durch den wechselnden Winddruck auf die Wasseroberfläche. Tiere und Pflanzen am Wasser sind Wellenschlag gewohnt. Künstlich erzeugter Wellenschlag sollte allerdings in direkter Ufernähe vermieden werden, insbesondere dort, wo er normalerweise auf natürlichem Wege kaum entsteht, zum Beispiel in engen Kanälen. Dort kann er als Stress auf die ansässigen Wasservögel einwirken und unter Umständen schädlich für die Uferbefestigung sein. Ein Wellenschlag, der sich vom offenen Wasser zum Ufer bewegt, bedeutet jedoch keinerlei Gefahr für Wasservögel in Ufernähe, da dies ein Vorgang ist, der auch in der Natur vorkommt.

Wasservögel empfinden es erst dann als Stress, wenn sie bejagt werden, das heißt, wenn ein Wasserfahrzeug direkt auf sie zu fährt, und zwar mit einer höheren Geschwindigkeit, als die, mit der sie schwimmend fliehen können. Jeder vernünftige Bootssportler wird es meiden, Wasservögel zu jagen.

Als Techniker und Umweltfreund sage ich:
Wellenschlag ist nichts Unnatürliches. Nur mit extremer Unvernunft kann er zum Umweltproblem werden.



Der Elektromotor als Non-Plus-Ultra ?

Innovativer Außenbord-Elektromotor für Boote Elektromotoren sind ohne Frage die umweltfreundlichsten Motoren für Bootsantriebe. Sie kommen ohne mitgeführten Kraftstoff aus und sind, relativ gesehen, leiser als Verbrennungsmotoren. Sie lassen sich gut regulieren. Ihr Gewicht ist pro PS kaum geringer als vergleichbare Benzinmotoren. Allerdings sind sie nur im Zusammenhang mit massereichen Batterien zu betreiben. Das Batteriegewicht für ein 8 Meter langes Motorboot liegt bei 2 bis 4 Zentnern. Die Batterien müssen nach der Entladung wieder aufgeladen werden. Nach 2 Stunden Fahrt stehen ca. 40 Stunden Aufladung per Solar-Segel an (vorausgesetzt die Sonne scheint durchgängig) oder 10 Stunden Aufladung am Strom-Netz. Bei der Aufladung am Strom-Netz entsteht im Kraftwerk ungefähr die Menge an Kohlendioxid, die bei einem Verbrennungsmotor direkt am Boot entstanden wäre.

Die Batterien enthalten entweder stark giftiges Blei, zusammen mit ätzender Schwefelsäure (herkömmliche Akkumulatoren), oder aber schwachgiftiges Lithium, Mangan und Lösungsmittel (moderne Lithium-Akkumulatoren). Bei letzteren gibt es die Gefahr der Selbstentzündung durch Überladen mit einem Folgebrand, der auch unter Wasser weiterbrennt. Deshalb bestehen die Lithium-Batterien aus hunderten Einzel-Zellen, von denen jede einzelne über ihre eigene Lade-Elektronik verfügt. Dies macht diese Batterien derzeit noch sehr teuer. Trotz ihres um ca. 2/3 geringeren Gewichtes als herkömmliche Bleibatterien sind sie immer noch unhandlich und verfügen über eine Lebensdauer, die nicht größer ist als die von Bleibatterien. Nach ca. sechs Jahren hat ihre Kapazität erheblich nachgelassen. Aufgrund der Brandmöglichkeit auch unter Wasser besteht ein theoretisches Umwelt-Risiko bei eventuellen Bootsunfällen mit Sinken des Bootes.

Nicht alle Elektromotoren laufen so ruhig wie man denken mag. Speziell die hochmodernen Motoren mit Drehzahlregelung per Frequenzumrichter geben nervige Dauergeräusche von sich.

Als Techniker und Umweltfreund sage ich:
Elektromotoren sind sehr umweltfreundlich. Gewicht, Ladeprozedur, Verfügbarkeit von Ladestrom macht diese Technik derzeit immer noch sehr unhandlich.



Brauchen wir Motorboote? Geht es nicht auch ohne ?

Wir brauchen Motorboote genauso viel oder wenig, wie wir Motorräder auf den Straßen brauchen. Es geht um Freizeitspaß für einige wenige, das ist richtig. Verbieten wir Motorräder auf unseren Straßen, weil wir sie zur Fortbewegung nicht unbedingt brauchen? Nein, wir sorgen dafür, dass die Motoren leiser sind, weniger CO2 ausstoßen, und dafür, dass die Motorradfahrer vernünftig fahren. Ähnlich ist es mit den Motorbooten.

Als Techniker und Umweltfreund sage ich:
Motorboote sind technische Mittel zur Freizeitgestaltung und Erholung. Nur wenn ein Motorboot laut ist, qualmt und rast, beginnt es zu stören.



Die Yacht – Statussymbol der Reichen und Schönen ?

Langsames Verdränger-Boot zum Camping am Wochenende Schauen wir uns die Bootssportler an und versuchen wir, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, so werden wir sehr schnell feststellen, dass es sich um Enthusiasten handelt, die sich am Wasser einfach wohl fühlen. So, wie manch anderer Motorrad fährt, Modelleisenbahn bastelt oder sein Wochenende beim Camping genießt, so steckt der Motorboot-Fahrer seine Mittel in sein Boot. Dafür hat er in der Regel kaum andere Hobbys. Oft sind die Boote gebraucht und preiswert erworben.

Sicher ist ein solches Hobby nicht für jeden erschwinglich, und leider ist in unserer Gesellschaft die Einkommenshöhe sehr breit gefächert. Aber der Durchschnitts-Motorbootsportler im ostdeutschen Neuseen-Land ist nicht reicher und schöner als ein Freizeit-Motorradfahrer oder der Besitzer eines Zweitwagens mit Saisonkennzeichen. Sicher freut er sich, wenn sich andere für sein Boot interessieren. Aber er besitzt es nicht, um sich von anderen abzuheben, sondern um sich an Wasser, Wind und Wellen zu freuen. Deshalb gibt es keinen Grund zum Neid. Er besitzt etwas, das Sie nicht haben. Dafür haben Sie sicher etwas, was er nicht besitzt, vielleicht sogar etwas, das kein Geld kostet.

Auf jeden Fall ist der Durchschnitts-Motorbootfahrer im ostdeutschen Neuseenland ein freundlicher, gesprächiger und umweltbewusster Genussmensch. Fragen Sie ihn doch bei nächster Gelegenheit einmal selbst. Ich bin mir sicher: Ausnahmen von der Regel sind äußerst selten.

Als Techniker und Umweltfreund sage ich:
Es gibt keinen Grund zum Neid, freuen Sie sich mit den Bootssportlern gemeinsam über deren Hobby.



Die Allgemeinverfügung für den Geiseltalsee – eine ausgewogene Regelung

Ehemaliges Segelboot, 
das nach Abbau von Masten und Segeln nun als Motorboot gilt. Damals wie jetzt hatte bzw. hat es einen 5-PS-Benzinmotor. Der Geiseltalsee, der sich in Sachsen-Anhalt südlich von Halle im Dreieck zwischen Frankleben, Mücheln und Klobikau erstreckt, gilt mit 18,4 km² Fläche als der größte künstlich angelegte See Deutschlands. Da er alleinig auf dem Territorium des Landkreises Saalekreis liegt, ist die Untere Wasserbehörde für den Erlass von Nutzungsregelungen, z.B. in Form einer Allgemeinverfügung, zuständig. Da die Seen-Fläche noch unter Bergaufsicht steht, war vor dem Erlass die Abstimmung mit anderen Behörden sowie der LMBV als Sanierungsgesellschaft erforderlich. Die Allgemeinverfügung können Sie sich mit den nachstehenden Links downloaden.

hier die erste Fassung vom 10. August 2012

hier die aktuelle Fassung vom 27. März 2014


Zum Schutz der Natur enthält diese Allgemeinverfügung folgende Regelungen mit Relevanz für den Bootssport, mit denen die darunter stehenden Ziele für den Umweltschutz erreicht werden sollen:

Verbot von Jetski-Booten und Speed-Booten:

Verbot von Booten mit Antrieb durch Zweitaktmotoren:

Verbot von Booten mit einer Länge von mehr als 10 Metern:

Verbot des Befahrens der Schilfstreifen:

Verbot des Annäherns von weniger als 50 Meter an die Schilfbestände:

Verbot des Annäherns von weniger als 50 Meter an die Mündungen der Bäche Geisel und Stöbnitz:

Verbot des Ein- und Aussetzens der Boote an anderen als den ausgewiesenen Stellen:

Verbot des An- oder Ablegens an anderen als den ausgewiesenen Stellen:

Verbot von Booten mit Antrieb durch Dieselmotoren:

Verbot von Geschwindigkeiten über 10 km/h:

Verbot von Booten mit einer Motorisierung über 20 PS:

Verbot von bewuchshemmenden und nicht biologisch abbaubaren Unterwasseranstrichen:

Verbot des Einbringens von Fäkalien oder Chemikalien, z.B. Waschlauge und Seife (ergibt sich bereits aus dem Wassergesetz):

Verbot des Betretens und Befahrens der festgelegten und in der Karte ausgewiesenen Naturschutzgebiete


Als Techniker und Umweltfreund sage ich:
Die Allgemeinverfügung stellt eine gut überlegte und ausgewogene Regelung dar, welche die Erfordernisse des Umweltschutzes und die Interessen der Menschen in Einklang bringt und die Möglichkeiten der modernen Technik berücksichtigt. Auf Teilen des Sees, insbesondere in Nähe der Naturschutzgebiete, ist der Bootsverkehr generell verboten. Damit bleibt für die geschützten Tier- und Pflanzenarten genügend Raum, um sich ungestört entwickeln zu können. Dennoch wurden Verbrennungsmotoren mit Beschränkungen zugelassen, um das touristische Potenzial des Sees angemessen zu nutzen.

Die derzeitige Allgemeinverfügung stellt einen guten Kompromiss dar. Die Regelungen wurden mit Verstand und Sachkenntnis erlassen, um einen vernünftigen Ausgleich der Interessen aller Erholung Suchenden zu erzielen.



Der Umgang mit Fäkalien und Abwasser

Camping-Toilette für Wohnmobile und Boote Wo sich Menschen längere Zeit aufhalten, fallen zwangsläufig Fäkalien an. Das trifft auch für Boote zu. Je nach Größe und Ausstattung des Bootes werden die Fäkalien durch unterschiedliche Systeme gesammelt. Es gibt verschiedene Arten von Campingtoiletten, aber vielfach auch Toilettenanlagen mit zentralem Abwasser-Container. In vielen Marinas befinden sich Absaugstationen für diese Behälter, deren Benutzung kostenpflichtig ist.

In einigen Booten gibt es technische Einrichtungen zum Über-Bord-Pumpen der Fäkalien („Seewassertoilette“). Dies mag für das offene Meer ein zulässiger und gangbarer Entsorgungsweg sein, für unsere ostdeutschen neuen Seen ist dies nicht tolerierbar. Selbst wenn die organischen Substanzen im Abwasser biologisch abbaubar sind, gibt es Schwebe- und Schwimmstoffe, welche die Wasserqualität beeinträchtigen. Man denke besonders an die Interessen der Badenden.

In größeren Booten besteht die Möglichkeit, länger dort zu wohnen. Dann fällt unter Umständen Seifenwasser oder gar Waschlauge an. Nur unvernünftige Bootssportler entsorgen ihre Abwässer in den See. Ein solches Verhalten verstößt in jedem Fall gegen gesetzliche und behördliche Vorschriften:

Als Techniker und Umweltfreund sage ich:
Fäkalien und Abwasser haben über Bord nichts zu suchen. Auf hoher See mag es Ausnahmen geben. Die ostdeutschen neuen Seen gehören jedoch nicht dazu.



Das Überfahren von Badenden

Zusammenstöße zwischen Badenden und Booten sind ein Szenario, das generell vorstellbar ist.
Allerdings: Für jeden See gibt es Rechtsgrundsätze, welche die Nutzung regulieren (Wassergesetze der Länder, Allgemeinverfügungen der oberen oder unteren Wasserbehörden). Falls Sportboote zugelassen sind, gibt es auch stets Regelungen, in welchen Bereichen das Baden erlaubt ist. Die Bade-Bereiche werden durch Bojen gekennzeichnet. Dies hat auch ohne Boote einen Sinn. Die Größe des Sees wird von manchem Badenden überschätzt, dessen Kraft dann zur Rückkehr nicht ausreicht.

Unfälle unter Beteiligung von Motorbooten und Badenden können sicher ausgeschlossen werden, wenn sich beide Parteien an die zugewiesenen Reviere halten. Und falls ein Badender doch die abgegrenzten Bereiche verlässt: Die Bootsführer fahren nicht blind auf dem See umher. In jedem Fall trägt eine Geschwindigkeitsbegrenzung dazu bei, die Wahrscheinlichkeit des Gesehenwerdens zu erhöhen.

Als Techniker und Umweltfreund sage ich:
Auch ein Segler kann theoretisch einen Badenden übersehen, der den Badebereich verlässt. Ein solcher befürchteter Zusammenstoß setzt die Missachtung von Verhaltensnormen auf beiden Seiten voraus, so dass solche Vorkommnisse vernünftigerweise auszuschließen sind.



Die Unterwasser-Anstriche (Antifouling)

Segelboote an der Goitzsche bei Bitterfeld Im Wasser leben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Dazu gehören auch solche, die sich gern an den Oberflächen von Körpern ansetzen, die sich dauerhaft. unter Wasser befinden. Dabei machen die Rümpfe der Sportboote keine Ausnahme. Das heißt: Die Unterwasserteile des Rumpfes bewachsen mit der Zeit mit allerlei Algen, aber auch mit Muscheln oder gar Seepocken. Selbst die superglatten Kunststoffrümpfe bewachsen auf diese Art im Laufe der Monate mit einer Schicht, welche den Wasserwiderstand beim Fahren erhöht, die Geschwindigkeit bremst und den Energiebedarf zur Fortbewegung erhöht. Nach jahrelangem Liegen kann sich da durchaus eine unlösbar eingewachsene Kruste bilden.

Dieses Problem gibt es allerdings in besonderem Maße im salzigen Meerwasser. In den Binnenseen beschränkt sich der Bewuchs eigentlich mehr auf langfadige Algen, die aus dem Unterwasserschiff einen grünen Samtteppich machen.

Zur Vorbeugung werden von zahlreichen Boots-Eignern bewuchshemmende Anstriche aufgebracht. Diese verhindern mithilfe von enthaltenen Giftstoffen, dass sich Bewuchs ansetzt. Die Giftstoffe diffundieren allerdings langsam ins Wasser hinein.

Nach einiger Zeit wird dann ein neuer Anstrich fällig. Manche Boots-Eigentümer erneuern ihn regelmäßig. Nach genügender Schichtdicke blättern die Anstriche stellenweise ab. Das Abschleifen des Unterwasserbootes und ein neuer Schichtaufbau aus Epoxidharz und Antifouling-Anstrich steht an.

Antifouling-Anstriche beeinträchtigen die Wasserqualität der Süßwasserseen erheblich. Dagegen ist die eventuelle Beeinträchtigung durch die Verbrennungsmotoren weniger als nichts. Mittlerweile gibt es biologisch abbaubare Antifouling-Anstriche, aber denen wird nachgesagt, dass sie nicht richtig wirksam sind.

Es gibt theoretische und praktische Betrachtungen zu diesem Thema. Das Fazit ist: Im Süßwasser-Bereich sind Antifouling-Anstriche entbehrlich, wenn das Boot einmal pro Jahr aus dem Wasser genommen und der Unterwasserbereich mit einer harten Bürste per Hand gereinigt wird.

Als Techniker und Umweltfreund sage ich:
Antifouling-Anstriche sind gegenüber dem angeblichen Schadstoffeintrag der Motoren das eigentliche Umwelt-Problem. Es betrifft die Segler nicht weniger als die Motorbootfahrer. Umweltbewusste Bootssportler verzichten an den ostdeutschen neuen Seen auf diese Mittel oder nutzen nur biologisch abbaubare Sorten.



Die wirklichen Gefährdungen durch Boote

Die wirkliche Umweltgefährdung gibt es durch biologisch nicht abbaubare Antifouling-Anstriche. Dazu habe ich oben bereits einiges gesagt.

Schadstoffeinträge gibt es darüber hinaus, wenn unvernünftige Bootssportler ihre Fäkalien oder ihr Waschwasser über Bord leiten. Solche Ausnahmefälle von Unvernunft gibt es nicht nur bei Motorbootfahrern, sondern auch bei Seglern. Wenn man da konsequent sein will, müssten also auch die Segelboote und die Boote mit Elektroantrieb verboten werden.

Umweltgefährdungen gibt es auch bei Unfällen. Was ist denkbar? Boote können durch defekte Gas- oder Elektroanlagen in Brand geraten. Im Zuge des Brandes und der Anwendung von Löschmitteln kommt es örtlich zu einer Beeinträchtigung der Luft- und Wasserqualität. Glasfaserverstärktes Polyesterharz brennt unter Bildung von extrem beißigem und schwarzem Rauch. Diese Möglichkeit betrifft nicht nur Motorboote, sondern auch die Segler oder Elektroboote.

Manche Boote haben hydraulische Lenkungsanlagen. Diese enthalten ca. 1,5 Liter Hydrauliköl. Hydraulische Lenkungen gibt es nicht nur bei Motorbooten, sondern auch bei Segel- und Elektrobooten. Bei Defekten könnte Öl ins Wasser gelangen. Zwar niemals die gesamte Füllmenge, jedoch ein Anteil, der zur Bildung einer Öl-Lache führt.

Das potenzielle Sinken eines Motorbootes stellt hingegen keine echte Umweltgefährdung dar. Bei den Kraftstoff- und Fäkalientanks handelt es sich um Systeme, die auch unter Wasser dicht bleiben. Selbst wenn das Wrack erst Monate nach dem Unfall gehoben werden sollte, ist nicht mit dem Austritt wassergefährdender Stoffe zu rechnen.

Als Techniker und Umweltfreund sage ich:
Die wirklichen Umweltprobleme resultieren nicht aus dem Betreiben von Verbrennungsmotoren, sondern aus ganz anderen Aspekten. Diese betreffen die Boote unabhängig davon, von welcher Art Motor sie angetrieben werden.



Die Mentalität der Motorbootfahrer

Meist dümpeln die Boote nur am Bootssteg oder im Hafen herum Die Leute in der ostdeutschen Neuseen-Landschaft sind gutmütige, großzügige und freundliche Menschen, die für die Umwelt ein besonderes Gespür haben, da sie früher in einer umweltmäßig geschundenen Gegend leben mussten. Deshalb gibt es eine besondere Sensibilität, wenn vermutet wird, dass die Umwelt beeinträchtigt werden könnte. Natürlich hat jeder Bürger seine eigene charakteristische Sichtweise, die aus seinem konkreten Umfeld und seinen Erfahrungen resultiert.

Die motorisierten Bootssportler haben mit den anderen Nutzern des Sees gemeinsam, dass sie sich von der Belastung des Alltags erholen wollen. Sie wollen abschalten, in die Ferne blicken und die Seele baumeln lassen. Dies tun sie, indem sie sich in die Natur begeben, um mit ihr eins zu werden. Sie haben Freude an der Gemeinsamkeit und dem Erfahrungsaustausch, aber suchen gleichwohl auch die Einsamkeit. Einige von ihnen mögen vielleicht den Kick des Geschwindigkeitsrausches suchen, den das Gleiten über das Wasser mit sich bringt. Deren Wunsch wird sich auf den neuen ostdeutschen Seen mit Rücksicht auf die Umwelt nicht oder nur im Ausnahmefall erfüllen lassen.

Der typische Vertreter des motorisierten Bootssportlers ist ruhig, besonnen, bedächtig, ausgeglichen und naturbewust. Der echte Kapitänstyp hat eine rauhe Schale und einen weichen Kern.

Als Techniker und Umweltfreund sage ich:
Motorboote liegen wie Segelboote die meiste Zeit im Wasser ohne sich zu bewegen. Die Zeiten, wo der Motor läuft, sind minimal.



Meine Geschichte: Wie ich auf die Boote kam

Der Autor dieser Seite Ich bin seit 30 Jahren Boots-Enthusiast, das heißt, ich habe 1983 als junger Familienvater von damals 24 Jahren mit einem kleinen Plastik-Kanadier angefangen. Gemeinsam mit Frau und Kind verbrachte ich meine Urlaubszeit regelmäßig in dem kleinen brandenburgischen Ort „Flecken Zechlin“ in der Nähe von Rheinsberg.

Mit dem Kanadier ist man per Muskelkraft leider nicht allzu weit vorwärts gekommen. So legte ich mir einen DDR-Elektomotor vom Typ „Libelle“ zu. Mit einer großen LKW-Batterie konnte man damit bereits 3 Stunden fahren, musste aber wieder zurück sein, bevor die Batterie leer war. Als nächsten Schritt erwarb ich einen Benzin-Seitenbordmotor „Tümmler“. Mit diesem konnte man zwar viele Stunden ununterbrochen unterwegs sein, aber da dies ein Zweitaktmotor aus der wenig innovativen DDR-Produktion war, hatte der folgende Nachteile: Erstens war er ohrenbetäubend laut (vor allem bei höheren Drehzahlen), zweitens stanken die Abgase beträchtlich, und drittens sprang der Motor schwer an. Mit einem kleinen Pippex, genannt „Tupfer“ musste man den Vergaser fluten bis zum Überlauf, ehe sich der Motor mit einer Reißleine starten ließ. Da bildete sich jedesmal eine regenbogenfarbene Benzin-Pfütze auf dem Wasser, bestehend aus dem Benzin-Öl-Gemisch, mit dem die Zweitaktmotoren arbeiteten.

Ich hatte damals eigentlich immer ein schlechtes Gewissen bezüglich des Umweltschutzes, wenn ich mit diesem Motor gefahren bin. Zu dieser Zeit war ich dort oben in Brandenburg nicht der Einzige mit solchen vorsintflutlichen Motoren. Damals waren diese Zweitaktmotoren Stand der Technik. Es gab sie unter anderem in Form des „Delphin“ und des „Tümmler“ aus DDR-Produktion, aber auch in Form des „NEPTUN“, eines schweren Russen-Motors.

Ich habe mir immer gewünscht, dass es eines Tages umweltfreundliche Viertaktmotoren für Boote gibt, denn ich fühlte mich unwohl dabei, einen solchen technisch veralteten Motor zu benutzen. Die Arbeitsweise der Zweitaktmotoren verlangte damals dringend nach einer umweltgerechten Lösung. Um einen nachhaltigen Gewässerschutz zu erzielen, gab es prinzipiell zwei Lösungsmöglichkeiten: Erstens das generelle Verbot von Verbrennungsmotoren an Wasserfahrzeugen; zweitens angemessene technische Lösungen. Leider waren in der DDR keine Viertakt-Motoren für Motorboote verfügbar. Bei den modernen „West-Motoren“ gab es den beschriebenen Schadstoffeintrag ins Wasser nicht.

Ich war glücklich, nach der Wende in der DDR ein kleines Kajüt-Boot kaufen zu können, das über einen solchen umweltfreundlichen und leisen japanischen Viertaktmotor verfügte. Mein Gewissen hatte sich jetzt beruhigt. Diese japanische Firma war lange Zeit die einzige, welche mit ihren Motoren die strenge Bodensee-Norm für Bootsmotoren erfüllte.

Wenn ich heute mit dem Boot langsam durch das Wasser ziehe (und langsam fahre ich immer, da ich mich auf dem Wasser erholen möchte), hört man im Boot nur ein freundliches Brummen des Motors. Ich habe mir vor Beginn der Boots-Saison 2013 einen noch kleineren Motor zugelegt (20 statt ehemals 50 PS). Die zugelassenen 20 PS sind zum langsamen Daherziehen auf „meinem“ Geiseltalsee ja auch völlig ausreichend.

Wie die meisten Bootsfahrer fahre ich nur hinaus, um draußen zu ankern und mich im Einklang mit der Natur, mit Wind und Wellen zu sonnen oder ein Buch zu lesen, wozu ich sonst nirgends komme. Dabei bleibt der Motor sowieso ausgeschaltet. Übrigens: Die meisten Boote liegen generell fast nur im Hafen.

Der typische Bootssportler aus der mitteldeutschen Region hat seine Wassersport-Erfahrungen zu DDR-Zeiten im mecklenburgisch-brandenburgischen Raum gesammelt. In dieser Region gehörten langsame Boote mit Motor-Antrieb schon immer zur Wasser-Optik dazu. In Mecklenburg-Brandenburg gibt es seit vielen Jahrzehnten ein faires Miteinander von Paddelbooten und motorisierten Booten. Dort schippern sogar riesige Kähne und Yachten umher, die die Bezeichnung „Sportboot“ wohl schon fast nicht mehr verdient haben, und die auf den ostdeutschen neuen Seen wohl in dieser Größe kaum denkbar sind.

Wir wollen bei uns im Geiseltal nur die langsamen, leisen und umweltfreundlichen Boote dulden: Keine Raser, keine Jet-Ski-Boote, keine Wasserskiläufer. Ein leise brummender Antrieb an einem langsamen Boot beeinträchtigt weder die Natur noch die Erholung Suchenden. Dennoch: Selbst die großen Yachten haben im mecklenburgisch-brandenburgischen Raum nicht zum Kippen der Wasserqualität geführt. Auch die vielen Seen im skandinavischen Raum leiden nicht unter dem angemessenen motorisierten Wassersport.

Glücklicherweise hat man am Geiseltalsee die zulässige Antriebsleistung von vornher-ein beschränkt. Mit 20 PS kann ein Boot nicht ins Gleiten kommen, und damit ist auto-matisch für langsame Geschwindigkeit und Sicherheit gesorgt. Für sinnvolle 10 km/h, der Geschwindigkeit eines untrainierten Radfahrers, reicht es, den Motor mit Drittel-Gas drehen zu lassen, und so wird sich auch die Lautstärke in Grenzen halten.

Nach meiner Meinung geht es nicht um das „Ob“, sondern das „Wie“ des Wassersports mit einem Motor hinten dran. Man muss bedenken: Die meisten Wassersportfreunde im ostdeutschen Neuseenland sind Segler, die den Motor nur als Flautenschieber nutzen. Nur wenige echte Motorboote sind zu erwarten. Und diese liegen meistens im Hafen, und nur verschwindend wenige sind gerade auf dem Wasser. Einen Schadstoffeintrag gibt es bei den Viertaktmotoren nicht mehr, und die Geräusche lassen sich durch PS- und Geschwindigkeitsbeschränkung minimieren.

Als Techniker und Umweltfreund sage ich:
Ich will zu denen gehören, die beweisen wollen, dass auf den neuen Tagebauseen weder die Erholung Suchenden noch die natürliche Umwelt von den Bootsfahrern mit Motor gestört werden. Der Antrieb mit Elektromotor oder Segel , das sind nicht die alleinigen Garanten für eine saubere Umwelt. Auch mit einem modernen Verbrennungsmotor bleibt die Umwelt sauber. Das zeigen viele andere Seen in Europa.



Zusammenfassung

Die Umweltgefährdungen durch Motorboote sollen hier nicht kleingeredet werden. Jedwede Technik, die der Mensch einführt, birgt Risiken.

Ein Boot mit kleinem Motor auf einem ostdeutschen Braunkohlensee mit Geschwindigkeitsbeschränkung ist in keiner Weise vergleichbar mit den großen Motorbooten der rasenden Luxusklasse, wie man sie z.B. auf den Flüssen wie auf Rhein, Mosel oder Elbe antrifft. Mit wenigen Aktionen lassen sich motorisierter Wassersport und Naturschutz in Einklang bringen. Was ist zu tun?

Von seiten der Behörden:

Von seiten der Bootssportler:

Nicht jede Art von motorisiertem Wassersport ist auf den ostdeutschen neuen Seen tolerierbar. Aber der Benzinmotor an sich ist es nicht, der die Umwelt stört. Sein Verbot bringt keinen Zuwachs an Umweltqualität. Seine Präsenz auf dem Wasser ist kaum spürbar. Er ist nicht der Feind der friedlichen Erholung am Wasser.

Dreck, Lärm und Kloake, bitte vertrauen Sie mir: Es sind Vorurteile. Aber ich kann verstehen, warum es sie gibt. Sie kommen aus der Zeit der lauten und öligen Zweitaktmotoren.

Umweltschutz auf dem Wasser bedeutet nicht, alle Wechselwirkungen zwischen Natur und Gesellschaft auszuschalten. Umweltschutz muss nicht heißen, dass sich der Mensch aus der natürlichen Umwelt zurückzieht. Sondern er muss der Umwelt die Chance zum Erhalt und zur Reproduktion geben. Mit der Aufstellung und Einhaltung einiger weniger und überschaubarer Regeln kann er ihr trotz Nutzung von Booten mit Ottomotor diese Chance lassen.



Impressum

Dr. Henry Winter
Kontakt: motorboote-umwelt@gmx.de

Weitere Informationen: siehe Quelltext

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